Klassiker

Der Freitag über Helmut Schmidt und die Freimaurer

„Verteidigungsminister Helmut Schmidt“ (Quelle: Bundeswehr-Fotos)

Helmut Schmidt 1969 (Quelle: Bundeswehr-Fotos)

Obwohl Helmut Schmidt kein Freimaurer war (wir berichteten), stand er der Freimaurerei doch stets in Freundschaft sehr nahe, vergleichbar mit den Nicht-Freimaurern Albert Einstein und Albert Schweitzer. Oft besuchte er das Logenhaus in seiner Heimatstadt, lauschte den Vorträgen, und teilte hier und da auch mal augenzwinkernd Rüffel aus („Öffnet euch!“). Und wir öffneten uns ja auch brav.

Joachim Petrick schreibt nun in der Online-Ausgabe von der Freitag über ihn:

Nach meinem Wissen hat sich Helmut Schmidt bis ins Jahr 2015 weder als Politiker, Bundeskanzler, Herausgeber DER ZEIT sein Leben lang zu Ideen der Freimaurer bekannt. […]

Die Nähe zu Ideen der Freimaurer ist ja nicht zu beanstanden, wenn überhaupt, nur, dass er diese bis 2015, selbst als Herausgeber DER ZEIT, einer angeblich konfessionslos überparteilichen Wochenzeitung, im Dunklen ließ.

Die Nähe zu Nächstenliebe, Einigkeit, Brüderlichkeit und Toleranz ist also nicht zu beanstanden für Herrn Petrick, das finden wir gut.

Wir sind jedenfalls sehr, sehr dankbar, dass es Dich gab, Helmut! Tschüss!

Multikulti und der Mümmelmann

Über die folgende Konversation zwischen „multikulti“ und seinen Kumpanen aus dem Jahre 2006 stolperten wir erst letztens zufällig.

multikulti: Nabend leute! Ich wohn in Hamburg, und hab bei der u-bahn haltestelle wo ichwohne, immer ein komisches symbol gesehen. Ich wusste nie was das ist, aber seid demich vor kurzem das symbol der freimaurer gesehen hab, stellte ich eine seltsameähnlichkeit fest! Die haltestelle heisst: ,,Mümmelmannsberg„Ichhab das mit meinem handy fotografiert und ich versuch das bild hier reinzustellen!schaut es auch mal an, und mich würde interessieren was ihr davon hält :)

kittymambo: hamburg ist die hauptzentrale der freimaurer. und die haltestelle ist das entree. also nein, das ist doch nur nen zirkel, der darauf abgebildet ist.

c1h22o11: Zum Vergleich das Original:

zirkel
Ja, schonerschreckend, diese unglaubliche Ähnlichkeit….:|

lilie: ach ja, das Entree der Freimaurer ist diese Haltestelle.. mhm, binbeeindruckt von sovieltechnischem Können… ;-)

EngeldesZorns: Naja,Ähnlichkeit hat das schon,aber hey,welcher Geheimbund würde seine geheimen Insignienüberall hinterlassen,damit irgendwann jeder weiss:AHA!Geheimbund! Please!

Tommy137: Was bitteschön ist heutzutage an diesen „Freimaurern“ noch geheim?

EngeldesZorns: Wenn sie wirklich die Welt regieren sollten,wie einige behaupten,wär das doch etwasdumm,oder? Wie kann ma da eigentlich mitmachen^^

Tja, wie kann man die Welt regieren, und warum sollte man das wollen. Keine Ahnung, ehrlich. Wenn abends nach der Loge die Mitglieder, all die Maler, Klempner, Ingenieure und Sonstigen, wieder nach Hause gehen, haben sie sich wahrscheinlich nicht mal Gedanken darüber gemacht.

Aber wie man bei uns mitmachen kann, das wissen wir: Man besucht einen Gästeabend und bildet sich seine Meinung. Wie schon seit Jahrhunderten. Sie sind herzlich eingeladen. \(@_@)/

Diagnose unter Brüdern

Wir hätten lange keinen Freimaurer-Witz mehr gebracht, heißt es in einer Leser-E-Mail. Kein Problem.

Ein Arzt und ein Klempner sind in der gleichen Loge. Eines Sonntagmorgens wacht der Arzt auf und findet seine Toilette verstopft. Er ruft seinen Ordens-Bruder an, den Klempner, und schildert ihm sein Leid.

„Mein Bruder, es tut mir leid das zu hören, aber ich arbeite nicht an Sonntagen. Kann das nicht bitte bis morgen warten?“ Der Arzt erwidert, „Ich mag es ja auch nicht, sonntags gestört zu werden. Aber wärest Du in Schwierigkeiten, mein Bruder, und fühltest Dich unwohl, ich würde sofort vorbeikommen!“

„Also schön“, sagt der Klempner, setzt sich ins Auto und fährt hin. Er geht ins Bad, öffnet den Toilettendeckel, holt zwei Aspirin aus der Tasche und wirft sie in die Schüssel. „Das sollte erst mal helfen. Falls sich bis morgen keine Besserung einstellt, komme ich gerne nochmal vorbei.“

Antarktika, Mond und Saturn: Logen, die weiter weg sind

Abbildung zeigt den Planeten Saturn

Wie schon gesagt, wer der Freimaurerei beitritt, gehört zu einer weltumspannenden Bruderkette. Wobei sich „Welt“ keineswegs nur auf die Erde beschränkt. Aber mal der Reihe nach.

Von der berühmten Loge Nr. 777 auf dem südlichsten Kontinent unseres Planeten, Antarktika, haben Sie, lieber Leser, ja vielleicht schon gehört. Da ja gleich beide berühmten Antarktis-Forscher, Scott und Amundsen, Freimaurer waren, konnte das nicht ausbleiben. (Über Loge Nr. 777 lassen wir bestimmt noch einen Bericht folgen.)

Schon deutlich weiter weg ist jene Loge, die vom Freimaurer Edwin ‚Buzz‘ Aldrin auf dem Mond gegründet wurde. Als Aldrin 1969 anlässlich der ersten Mondlandung den Boden unseres Trabanten betrat, schob er die Stiftungsurkunde für Tranquility Lodge 2000 unter etwas Mondgestein und stellte darauf ein symbolisches Licht (weil Kerzen da oben so furchtbar schlecht brennen). Dies kommt einer offiziellen ‚Lichteinbringung‘ gleich.  Seitdem hat der Mond keine Kirche, aber eine Loge. Man muss Prioritäten setzen.

Wem das entfernungsmäßig immer noch nicht reicht, dem sei berichtet, dass der Astronom Dr. Scott Sheppard im Juni 2006 einen Mond des Saturn ausfindig machte, den 46. übrigens, und ihn Loge nannte, wie auf Wikipedia nachzulesen.

Loge umkreist den Ringplaneten mit einer Geschwindigkeit von rund 1,27 km/s, was man -für astronomische Verhältnisse- als „ziemlich gemütlich“ bezeichnen kann.  Darum benötigt Loge für eine Saturn-Umrundung auch rund dreieinhalb Erdenjahre.  Sprich, hier wie dort keine Hektik, alles gut.

Wir haben uns überlegt, wer als erster alle diese drei Logen besucht und uns dies glaubhaft nachweist, erhält von uns ein Freimaurer-Buch nach Wahl geschenkt. Versprochen!

Foto: Der Planet Saturn in natürlichen Farben, aufgenommen von der Raumsonde Cassini 2004, Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Eine Art Dachbodenfund

Portrait von Ignaz Wessenberg

Ja, in der Tat eine Art Dachbodenfund ist das folgende freimaurerische Gedicht, auf das wir zufällig in Philip Militz‘ wunderbaren neuen Buch stießen.

Es ist ausnahmsweise mal nicht von Lessing (Link zu Wikipedia), dem weltbekannten deutschen Dichter und Freimaurer.

Sondern von Wessenberg (Link zu Wikipedia), dem weit weniger bekannten römisch-katholischen Geistlichen und Freimaurer.

Mein Glaube

„Ich glaube, dass die schöne Welt regiere
Ein hoher, weiser, nie begriff‘ner Geist,
Ich glaube, dass Anbetung ihm gebühre,
Doch weiß ich nicht, wie man ihn würdig preist.
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Dan Brown: Studis, Softdrinks und Symbole

Dr. Robert Langdon ist Professor an der Harvard Universität in Cambridge, Massachusetts. Er hat zwei besondere Eigenschaften. Erstens ist er nämlich Experte für religiöse Ikonologie und Symbologie. Zweitens ist er keine lebende Person.

Dr. Langdon ist eine Romanfigur des amerikanischen Schriftstellers Dan Brown. Mit seinem Scharfsinn, seiner Kraft und seiner Tugendhaftigkeit erinnert Langdon stark an Sherlock Holmes. Ob das wohl daran liegt, dass Brown möglicherweise Freimaurer ist, so wie es Conan Doyle war? Das wissen wir nicht. Was wir aber wissen, ist dass Langdon im Roman Das Verlorene Symbol mit Studenten die Stadtkarte von Washington bespricht, welche ja „geheime freimaurerische Symbole“ enthalten soll … Weiterlesen >

Angela Merkel: Okkulte Geste?

Ob Kanzlerin Angela Merkel’s typische Handstellung zur „Raute“ eine okkulte Geste sei, fragt sich die schweizerische seite3.ch in ihrer Ausgabe vom 24. April 2015.

Bild von Angela Merkel mit der sog. Merkel-Raute (Wahlplakat der CDU)
Und sie führt weiter aus:

Seit einiger Zeit diskutieren nun Verschwörungstheoretiker, ob es sich bei der Handbewegung um eine okkulte Geste, um ein Zeichen der Freimaurer (Das Auge der Pyramide) handelt.

Daran erscheint einiges unklar. Ist ein Verschwörungstheoretiker jemand, der für Verschwörungen ist oder dagegen? Oder nur theoretisch? Vor allem aber: Wie kann denn eine (viereckige) Raute eine (dreieckige) Pyramide darstellen?

Offenbar brauchen wir weniger Verschwörungstheoretiker und mehr Mathelehrer.

Im Ernst. Wir halten das alles für Schweizer Käse. An „Angie“ ist nichts Okkultes, und an Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Toleranz auch nicht. Besuchen Sie uns und machen Sie sich selbst Ihr Bild.

Foto By Moritz Kosinsky (Own work) [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Die gute und die schlechte Nachricht

Mal was ganz anderes. Selbstverständlich gibt es neben Ostfriesen- und Politiker-Witzen auch Freimaurer-Witze…

Fritz und Friedrich waren beide Freimaurer und enge Freunde. Sie schworen einander, dass derjenige von beiden, der in den Ewigen Osten vorangeht (zuerst stirbt), versucht den anderen zu kontaktieren, um ihm zu erzählen, wie’s im Himmel so aussieht.

Wie’s das Schicksal wollte, ging Friedrich zuerst.

Eines nachts, als Fritz am Einschlafen war, war es ihm, als hörte er Friedrich’s Stimme.

„Bist Du das, Friedrich?“

„Ja, Fritz. Ich halte mich an unsere Abmachung.“

„Uff. DAS ist ja eine freudige Überraschung, mein Lieber! Und sag schon … wie ist es so?“

„Es ist so wunderbar. Die Loge hier ist perfekt. Die Gästeabende sind brechend voll mit Leuten, die aufgenommen werden wollen, das Ritual wird perfekt ausgeführt, und der Geist von Nächstenliebe, Wohltätigkeit und Toleranz ist überall spürbar.“

Fritz‘ Augen füllten sich mit Tränen der Freude. „Oh wie wunderbar! Es ist alles wie wir gehofft hatten! Allerdings … Du klingst gar nicht so begeistert, während Du das sagst. Warum nicht?“

„Äh … nun ja … ich habe gute und schlechte Nachricht. Die gute ist, wir nehmen am kommenden Dienstag einen neuen Bruder auf.“

„Das ist doch fantastisch! Und die schlechte Nachricht?“

„Du bist eingeteilt zur Mitarbeit.“

The Scottish Rite of Washington

Es ist wahr, das Hamburger Logenhaus ist ein architektonisches Meisterstück, und man kann sagen, wer es noch nicht gesehen hat, der hat Hamburg noch nicht gesehen.

Allerdings, wer meint, unser Logenhaus sei international einzigartig, der irrt.

So schauen wir heute einmal über den großen Teich, nach Washington D.C. Das Logenhaus der amerikanischen Hauptstadt beeindruckt nicht nur durch seine schiere Präsenz, inmitten eines nicht minder prächtigen Parks.

Wer (noch) nicht Teil der Bruderkette ist und daher „The Temple“  nicht live erleben darf, sei hiermit herzlich eingeladen, sich mit uns auf eine virtuelle Führung durchs Haus zu begeben.

Hier ein paar Eindrücke vorab. Bitte anklicken zum Vergrößern.