Diagnose unter Brüdern

Wir hätten lange keinen Freimaurer-Witz mehr gebracht, heißt es in einer Leser-E-Mail. Kein Problem.

Ein Arzt und ein Klempner sind in der gleichen Loge. Eines Sonntagmorgens wacht der Arzt auf und findet seine Toilette verstopft. Er ruft seinen Ordens-Bruder an, den Klempner, und schildert ihm sein Leid.

„Mein Bruder, es tut mir leid das zu hören, aber ich arbeite nicht an Sonntagen. Kann das nicht bitte bis morgen warten?“ Der Arzt erwidert, „Ich mag es ja auch nicht, sonntags gestört zu werden. Aber wärest Du in Schwierigkeiten, mein Bruder, und fühltest Dich unwohl, ich würde sofort vorbeikommen!“

„Also schön“, sagt der Klempner, setzt sich ins Auto und fährt hin. Er geht ins Bad, öffnet den Toilettendeckel, holt zwei Aspirin aus der Tasche und wirft sie in die Schüssel. „Das sollte erst mal helfen. Falls sich bis morgen keine Besserung einstellt, komme ich gerne nochmal vorbei.“

Greetings from Arrowtown

Whatsapp-Beitrag mit Foto vom Logenhaus in Arrowtown… landeten heute morgen im Whatsapp Briefkasten eines Logenmitglieds von Licht und Wahrheit, dessen Tochter sich zur Zeit in Neuseeland aufhält. Ein süßes kleines Logenhaus beherbergt die Arrow Kilwinning Lodge in Arrowtown, in der Provinz Otago, am anderen Ende des Planeten.

Karte von Arrowtown, Otago, NeuseelandWir wollen Ihnen diese Live Bilder nicht vorenthalten, zeigen sie doch, dass das mit der überall und jederzeit gegenwärtigen Bruderkette kein Spruch ist, sondern funktioniert.

lake2-lowOh, und dass in Neuseeland selbst der tiefste Winter (im Juli und August) noch seine schönen Seiten hat.

Fotos: Eigene Aufnahmen. Karte: By NordNordWest (own work, usingWorld Data Base II data[1]) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

The Tao of Madonna, Britney Spears, and Lady Gaga

Gegen Verschwörungstheorien ist ja kein Kraut gewachsen. Wie oft muss sich z.B. die NASA anhören, es seien nie wirklich Menschen auf dem Mond gewesen, das sei doch bewiesen. Und, und, und.

Auch die Freimaurerei steht im Fadenkreuz der „Theoretiker“. Ein  amerikanischer Bruder war davon so genervt, dass er sich -scherzhaft- eine eigene „Theorie“ ausdachte: Sind Popstars womöglich alles Freimaurer, die geheime Botschaften in ihren Texten verstecken?

Sein Aprilscherz des Jahres 2011 ist zwar auf Englisch, aber leicht zu lesen. Viel Vergnügen!

Antarktika, Mond und Saturn: Logen, die weiter weg sind

Wie schon gesagt, wer der Freimaurerei beitritt, gehört zu einer weltumspannenden Bruderkette. Wobei sich „Welt“ keineswegs nur auf die Erde beschränkt. Aber mal der Reihe nach.

Von der berühmten Loge Nr. 777 auf dem südlichsten Kontinent unseres Planeten, Antarktika, haben Sie, lieber Leser, ja vielleicht schon gehört. Da ja gleich beide berühmten Antarktis-Forscher, Scott und Amundsen, Freimaurer waren, konnte das nicht ausbleiben. (Über Loge Nr. 777 lassen wir bestimmt noch einen Bericht folgen.)

Schon deutlich weiter weg ist jene Loge, die vom Freimaurer Edwin ‚Buzz‘ Aldrin auf dem Mond gegründet wurde. Als Aldrin 1969 anlässlich der ersten Mondlandung den Boden unseres Trabanten betrat, schob er die Stiftungsurkunde für Tranquility Lodge 2000 unter etwas Mondgestein und stellte darauf ein symbolisches Licht (weil Kerzen da oben so furchtbar schlecht brennen). Dies kommt einer offiziellen ‚Lichteinbringung‘ gleich.  Seitdem hat der Mond keine Kirche, aber eine Loge. Man muss Prioritäten setzen.

Abbildung zeigt den Planeten Saturn
Wem das entfernungsmäßig immer noch nicht reicht, dem sei berichtet, dass der Astronom Dr. Scott Sheppard im Juni 2006 einen Mond des Saturn ausfindig machte, den 46. übrigens, und ihn Loge nannte, wie auf Wikipedia nachzulesen.

Loge umkreist den Ringplaneten mit einer Geschwindigkeit von rund 1,27 km/s, was man -für astronomische Verhältnisse- als „ziemlich gemütlich“ bezeichnen kann.  Darum benötigt Loge für eine Saturn-Umrundung auch rund dreieinhalb Erdenjahre.  Sprich, hier wie dort keine Hektik, alles gut.

Wir haben uns überlegt, wer als erster alle diese drei Logen besucht und uns dies glaubhaft nachweist, erhält von uns ein Freimaurer-Buch nach Wahl geschenkt. Versprochen!

Foto: Der Planet Saturn in natürlichen Farben, aufgenommen von der Raumsonde Cassini 2004, Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Freimaurer machen es anders

… bemerkt das Oltner Tageblatt (Solothurn, Schweiz) in seiner Ausgabe vom 8. Juni 2015, mit folgender Begründung:

„Das Reisen dient dem Freimaurer … [zur] Konzentration auf ein wichtiges Thema: in diesem Falle der Pflege von Freundschaften, dem gemeinsamen Reiseerlebnis und dem Treffen mit lieben Menschen, denen wir im Dickicht des Alltags nicht begegnen.
Für den Freimaurer ist das Leben selbst eine Reise, wobei wir nicht alle Stationen selber auswählen können, aber alle bewusst wahrnehmen und erleben wollen.“

Richtig, das Leben ist eine Reise, die man nicht verstreichen lassen, sondern bewusst erleben soll.

Carpe diem, nennt es der Lateiner – lebe jeden Tag bewusst! Oder, um es auf Englisch zu sagen: Don’t live anybody else’s life! (Dieses höchst maurerische Wort von Steve Jobs brauchen wir wohl nicht zu übersetzen.)

Logenausflug in die Hafencity

5m hohe Kaffeebohne aus BronzeAusnahmsweise mal nicht Licht und Wahrheit, sondern Licht und Farben standen im Mittelpunkt unseres Ausflugs in die nahe gelegene Hafencity.

Hamburgs jüngster Stadtteil wurde erst vor wenigen Monaten fertiggestellt, und schon gehört er zu den gefragtesten Wohnlagen überhaupt. Kein Wunder, wie man vor Ort feststellt.

Der Smiley von Regensburg

 

Regensburger Smiley mit Krone aus dem Rokoko

„Bei den Vorbereitungen zur Jubiläums-Ausstellung der Regensburger Johannis Freimaurerloge Drei Schlüssel zum aufgehenden Licht fiel dem Kuratoren-Team um Dr. Wolfgang Neiser und Tanja Leiminger der kuriose Kupferstich aus dem 18. Jahrhundert in die Hände.“, berichtet die Online-Ausgabe des Regensburger Wochenblatts vom 29. Mai 2015.

Und weiter: „Der erste Regensburger Smiley mit Krone aus dem Rokoko schmückt einen Bericht über die Gründung der französischen Freimaurer-Loge, der 1771 in der Stadt gedruckt wurde. […] Als Erfinder des Smileys galt bisher der Amerikaner Harvey Ball aus Massachusetts. Der Werbegrafiker zeichnete im Jahr 1963 das gelbe Grinsegesicht im Auftrag einer Versicherungsgesellschaft.“

Der Smiley ist also eine freimaurerische Erfindung! Aha.

Wieder was dazugelernt.  :)

Abbildung: Kupferstich von 1771, gemeinfrei. Foto: Historisches Museum, Regensburg 2015.

Eine Art Dachbodenfund

Portrait von Ignaz Wessenberg

Ja, in der Tat eine Art Dachbodenfund ist das folgende freimaurerische Gedicht, auf das wir zufällig in Philip Militz‘ wunderbaren neuen Buch stießen.

Es ist ausnahmsweise mal nicht von Lessing (Link zu Wikipedia), dem weltbekannten deutschen Dichter und Freimaurer.

Sondern von Wessenberg (Link zu Wikipedia), dem weit weniger bekannten römisch-katholischen Geistlichen und Freimaurer.

Mein Glaube

„Ich glaube, dass die schöne Welt regiere
Ein hoher, weiser, nie begriff‘ner Geist,
Ich glaube, dass Anbetung ihm gebühre,
Doch weiß ich nicht, wie man ihn würdig preist.
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War Napoleon Freimaurer?

Portrait Napoleon Buonapartes von Jacques-Louis David
Was dafür spricht: Die französische Revolution von 1793 übernahm die freimaurerischen Grundwerte Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, und Napoleon’s Karriere begann just zur Zeit der Revolution. Außerdem waren sehr viele hochrangige Militärs zu jener Zeit Freimaurer, nicht nur in Frankreich.

Was dagegen spricht: Es gibt keinen historischen Beleg dafür, dass Napoleon Freimaurer war.

Immerhin wissen wir mehr über andere Bonapartes: Weiterlesen >

Dan Brown: Studis, Softdrinks und Symbole

Dr. Robert Langdon ist Professor an der Harvard Universität in Cambridge, Massachusetts. Er hat zwei besondere Eigenschaften. Erstens ist er nämlich Experte für religiöse Ikonologie und Symbologie. Zweitens ist er keine lebende Person.

Dr. Langdon ist eine Romanfigur des amerikanischen Schriftstellers Dan Brown. Mit seinem Scharfsinn, seiner Kraft und seiner Tugendhaftigkeit erinnert Langdon stark an Sherlock Holmes. Ob das wohl daran liegt, dass Brown möglicherweise Freimaurer ist, so wie es Conan Doyle war? Das wissen wir nicht. Was wir aber wissen, ist dass Langdon im Roman Das Verlorene Symbol mit Studenten die Stadtkarte von Washington bespricht, welche ja „geheime freimaurerische Symbole“ enthalten soll … Weiterlesen >

Ein und aus im Logenhaus

… kann nicht jeder gehen, wie nordbayern.de im Logenhaus in Gunsheim (Nordbayern) erfuhr:

Es ist auch nicht jedermann in der Bruderschaft willkommen. Extremisten und Fundamentalisten, egal von welcher Seite, „möchten wir nicht in unseren Reihen sehen“, stellt [der bayerische Distriktmeister Hannes] Brach klar, die passen einfach nicht zu den Grundpfeilern Toleranz, Humanität, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Klar kommen manchmal auch merkwürdige Anfragen, etwa wenn wieder ein Film à la „Illuminati“ die Massen in die Kinos lockt, doch die haben meist nicht den langen Atem, den es braucht, um ein Freimaurer zu werden.

Nun hat man es glücklicherweise im Leben nur selten mit Extremisten zu tun. Bei Licht und Wahrheit blieben wir bisher sogar komplett verschont (klopf, klopf).

nordbayern.de fügt deshalb hinzu: Weiterlesen >