Probier’s mal mit Gemütlichkeit

Portrait von R. Kipling und seinen Romanhelden Balu und Mowgli

Ein bekannter Freimaurer war der Schriftsteller Rudyard Kipling. In seinem „Dschungelbuch“ verbarg er freimaurerische Codewörter, Rituale und Symbole.
Die aktuell in den Kinos angelaufene Neuverfilmung des „Dschungelbuchs“ nahm das österreichische Nachrichtenmagazin news.at zum Anlass zu erklären, was Freimaurer sind, und einen interessanten geschichtlichen Abriss zu geben.
Natürlich aus österreichischer Sicht, aber durchaus auch interessant für Menschen, die sich in Deutschland für die Freimaurerei interessieren.

Kleiner Wermutstropfen: Vieles findet sich offenbar in der gedruckten Version des Magazins. Aber schon der „Teaser“ hält viele interessante Informationen bereit.

Bild: Eigene Collage aus (1) „Das Dschungelbuch“ Motiv, (c) Walt Disney, (2) Portrait von R. Kipling, Wikimedia Commons

Lenz, Siegfried

„Die alten Symbole Winkelmaß, Wasserwaage und Senkblei zeugen von der Beharrlichkeit einer Hoffnung, die sich durch nichts widerlegt sehen will. Von den etablierten Ungerechtigkeiten nach Gerechtigkeit verlangen; in Zeiten der Ungleichheit Gleichheit zu fordern; angesichts tätiger Feindseligkeit geduldig zur Brüderlichkeit zu überreden: auch dafür hat der Freimaurerbund ein Beispiel gegeben.“

Siegfried Lenz, Schriftsteller, Dichter, Menschenfreund. Kein Freimaurer, aber der Freimaurerei sehr freundschaftlich verbunden.

Sterntaler

Auf unseren Seiten konnten wir ja schon mehrfach über gemeinnützige Projekt unter Beteiligung von Freimaurern berichten.

So ist im Alb-Boten über die Freimaurerloge „Glocke am Fuße der Alb“ zu lesen, die nicht nur über einen Förderverein Stipendien an begabte junge Menschen vergibt, sondern neuerdings auch direkt einen Teil der Kosten der Musikausbildung für 3 Kinder übernimmt.

Auch das finden wir gut.

Humboldt, Alexander von

„Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschaung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.“

Alexander von Humboldt, Freimaurer

Freude im Hexenhaus

Ein Scheck wird an das Hexenhaus übergeben

Freimaurer zu sein heißt, gerne Gutes zu tun ohne darüber zu reden.  Aber manchmal gibt es Ausnahmen.

So konnte das Hexenhaus in Espelkamp (Westfalen) am 18. Februar 2016 einen Scheck über 3.500 Euro von einer Loge der britischen Freimaurer im Verbund der VGLvD entgegennehmen.  Dieser Spende war erst im Dezember 2015 ein Scheck i.H.v. 4.500 Euro vorausgegangen.

Die Online-Ausgabe der Neuen Westfälischen berichtet dazu, dass von dem Geld -unter anderem- eine Industriewaschmaschine und langlebiges, pädagogisches Spielzeug für Kinder angeschafft worden sind. Das finden wir gut.

Foto: Neue Westfälische Online (Ausschnitt)

Wayne, John

„Rede einfach, rede langsam und sag nicht zu viel.“

John Wayne, Schauspieler und Freimaurer

Die Loge auf dem Mond, oder: Thank you, Buzz!

Foto vom Astronauten Buzz Aldrin

Wer live am Fernsehgerät dabei war, damals am 20. Juli 1969, vergisst es nie: Neil Armstrong und Edwin ‚Buzz‘ Aldrin betreten als erste Menschen den Mond! (Scherzhaft könnte man sagen, in jenem Moment bestand die halbe Mondbevölkerung aus Freimaurern.)

Was allerdings kaum jemand mitbekam damals, war dass Buzz die Gelegenheit zur Gründung (freimaurerisch: Lichteinbringung) der Tranquility Lodge 2000 nutzte, benannt nach der geographischen Lage des Landeplatzes im Mare Tranquilitatis.

Fünfundachtig Jahre ist Buzz am 20. Januar 2016 geworden, und er sieht immer noch gut aus, finden wir. Wir durften ihn live erleben vor ein paar Jahren bei uns in Hamburg; ein bescheidener, super netter Typ, der mit Engelsgeduld alle Fragen zur Raumfahrt beantwortete. Lesen Sie mehr über Buzz und Tranquility Lodge, und/oder erleben Sie die Bilder von damals noch einmal auf Youtube, mit Kommentaren von Neil und Buzz.

Foto: Buzz Aldrin 2015, mit frdl. Genehmigung von tl2k.org.

Schweitzer, Albert

„Ich habe mich viel mit der Geschichte des Freimaurerordens beschäftigt und die Bedeutung für das Entstehen der europäischen Kultur gewürdigt. Ich bin überzeugt, dass er in der Aufrechterhaltung derselben etwas zu bedeuten hat, weil er das freisinnige und ethische Miteinander vertritt, das, was Kultur ausmacht.“

Albert Schweitzer, Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Philosoph, Pazifist. War kein Freimaurer, stand aber der Freimaurerei, besonders der Ordensfreimaurerei, in Freundschaft verbunden sehr nahe

Ein Rocker gibt sich die Ehre

Jens Rusch: Dein neuer Koog ist ein fressend Werk (1989)

Nur noch bis zum 5. März 2016 ist die Ausstellung des engierten Freimaurers und Künstlers Jens Rusch (dem Wacken-Supporter und „Hardrocker unter den Freimaurern„) im hamburgischen Logenhaus in der Welckerstraße Nr. 8 zu sehen.

Wir erinnern an unseren Buchtipp: In Philipp Militz‘ neuem Werk Nicht von gestern: Freimaurer heute ist Rusch ein Porträt gewidmet.

Foto: Philipp Militz‘ Blog Freimaurer.online, mit freundl. Erlaubnis