Beiträge zum Stichwort ‘Meister’

Über Knappen, Jünger und Meister

Im seinem Beitrag Und deine kommenden Konturen dämmern für den Blog Die Freie Welt macht sich Johannes G. Klinkmüller Gedanken darüber, ob Rainer Maria Rilke, der große Dichter, ein Freimaurer war wie seine Künstlerkollegen Mozart, Lessing, Goethe und viele, viele andere.  Eingangs sei gleich gesagt, man weiß es nicht. Einiges spricht jedoch dafür.

So klagt Rilke beispielsweise darüber, dass unserer Gesellschaft ein wirkliches Ethos der Arbeit verloren gegangen sei. Das wird deutlich, wenn man seine Gedanken über Werkleute liest:

Werkleute sind wir: Knappen, Jünger, Meister,
und bauen dich, du hohes Mittelschiff.
Und manchmal kommt ein ernster Hergereister,
geht wie ein Glanz durch unsre hundert Geister
und zeigt uns zitternd einen neuen Griff.
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Was wir machen

Die Brüder der Johannisloge Licht und Wahrheit treffen sich mehrmals im Monat, jeweils Dienstag abends, im Logenhaus an der Moorweidenstraße zu Logenarbeiten, Instruktionen, Vorträgen oder einfach nur zu zwanglosen Zusammenkünften.

Je nach erreichter Erkenntnisstufe finden die Tempelarbeiten, wie die Logenarbeiten auch genannt werden, in unterschiedlichen Räumen statt. Unsere Loge bearbeitet, wie alle Johannislogen, drei Grade: den Johannis-Lehrlingsgrad, den Johannis-Gesellengrad und den Johannis-Meistergrad. Weiterführende Erkenntnisstufen werden von anderen Abteilungen unserer Großloge bearbeitet. Insgesamt gibt es 10 Erkenntnisstufen in den drei Abteilungen der Großloge.

Einzelheiten über die Tempelarbeiten können wir an dieser Stelle nicht vermitteln. Zum einen fallen diese unter die freimaurerische Verpflichtung zur Verschwiegenheit. Zum anderen geben wir keine Details bekannt, um einem neu aufzunehmenden Bruder nicht die Möglichkeit des unvoreingenommenen Erlebens der Logenarbeit zu nehmen.
Über die nicht-rituellen Teile unserer Arbeit können wir dagegen sehr wohl berichten:

Beim brüderlichen Zusammensein in vorbehaltloser, respektvoller und brüderlicher Zuwendung stärken wir uns gegen Alltagsstress, Vermassung und den ständigen Einfluss von Medien und aggressiver Reklameflut.

Wir versuchen, uns den Antworten auf die der Freimaurerei zugrundeliegenden Fragen

  • Woher komme ich?
  • Was ist meine Bestimmung?
  • Was ist mein Ziel?

zu nähern.

Mit Hilfe jahrtausende alter Rituale, Zeichen und Symbole versuchen wir, uns und unser Leben in einen dogmenfreien, kosmischen Zusammenhang zu stellen und uns in diesem zu begreifen.

Wichtig ist uns, die Symbolik zu erleben, uns mit ihr auseinander zu setzen und sie individuell zu interpretieren. In den Tempelarbeiten kann der Bruder sein Inneres öffnen, dadurch Ewigkeitswerte der Menschheit erfahren und die Nähe Gottes spüren.

Freimaurerei ist Arbeit an sich selbst.

Im Bewusstsein unserer Geschichte stellen wir uns den Problemen unserer Zeit.

Wir pflegen unsere Gemeinschaft durch gemeinsame Unternehmungen wie den Besuch von Vorträgen und Konzerten, Ausflügen zu kulturellen Zielen und in zwanglosen Zusammenkünften. Daran nehmen auch häufig unsere Angehörigen teil. Gäste oder an der Freimaurerei Interessierte sind auch herzlich willkommen.

Wir unterhalten Kontakte zu anderen Logen in nah und fern und sind damit Teil der Weltbruderkette.